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Geldanlage

Überblick über die wichtigsten Aspekte für eine sichere und lukrative Anlage

Die Grundlagen der Geldanlage

Ein gewisser Puffer in Form von Geld ist immer empfehlenswert, damit Du auch kurzfristig auf unerwartete Wendungen reagieren kannst. Im Rahmen der Möglichkeiten einer Finanzkrise, sinkenden Zinsen und der Sorge einer Inflation ist die Unsicherheit jedoch groß, welche Geldanlage sich eigentlich noch lohnt. Damit Du die für Dich passende Anlagestrategie finden kannst, bekommst Du hier einen ersten Überblick über die wichtigsten Grundlagen.

  • Tilge Deine Schulden: Kapital kann nicht auf Schulden aufgebaut werden. Bevor Du beginnst mit Deinem Geld zu arbeiten, solltest Du Dir erst einmal einen Überblick über alle Deine Verbindlichkeiten verschaffen und diese abbauen. Inzwischen ist eine Sondertilgung bei Krediten einfach möglich. Auch dann, wenn Du mit Deinen verzinsten Finanzprodukten eine gute Rendite erwirtschaften kannst, ist der Schuldenabbau an erster Stelle. Gleiche Deinen Dispokredit aus, fasse mehrere Verbindlichkeiten zusammen und prüfe die Zinsen.

    Wichtig: Es lohnt sich nur dann, weiter einen Kredit zu tilgen, wenn dessen Zinsen geringer sind als die Rendite Deiner Geldanlage. Das ist beispielsweise bei einem Immobilienkredit oft der Fall. Hier hast Du meist eine gute Verzinsung um 1 %. Mit einem soliden Indexfonds ist dagegen eine Rendite von 6 % keine Seltenheit. In dem Fall lohnt es sich, Dein Kapital in Fonds anzulegen und den Kredit zu tilgen.

    Entscheide jedoch immer von Fall zu Fall, gehe alle Verbindlichkeiten durch, notiere die Zinsen und die Höhe sowie die Möglichkeiten für eine Sondertilgung und verschaffe Dir dann einen Überblick über Deine Einnahmen und Ausgaben, damit Du Deine monatliche Sparrate festlegen kannst.
  • Nimm Dein gesamtes Vermögen ins Visier: der Betrag für die Geldanlage sollte immer auf Deinem gesamten Vermögen basieren. Hast Du bereits ein solides Guthaben auf dem Tagesgeldkonto? Sparst Du schon länger in einen Riester-Rentenvertrag? In dem Fall kann mit vorhandenem Kapital auch eine Geldanlage mit einem höheren Risiko genutzt werden. Beginnst Du gerade erst, Dir etwas Kapital aufzubauen? Dann solltest Du die Sicherheit in den Vordergrund stellen.
  • Gedanken über die Anlagedauer machen: bei einem Tagesgeldkonto kannst Du jederzeit auf Dein Guthaben zugreifen. Die Rendite ist aber auch gering. Bei Anlagen mit einem längeren Anlagehorizont hast Du den Vorteil, dass Schwankungen bei der Rendite ausgeglichen werden. Hier lohnt es sich aber in der Regel nicht, zwischendrin das Geld abzuheben. Daher sollte möglichst nur Kapital eingesetzt werden, auf das auch längere Zeit verzichtet werden kann.
  • Verteile Dein Kapital: Streuung ist wohl eines der wichtigsten Wörter, wenn es um die Geldanlage geht. Eine gute kurzfristige, mittelfristige und langfristige Anlagestrategie beinhaltet die Verteilung des Kapitals auf verschiedene Anlagevarianten. Natürlich kann die Anschaffung von Einzelaktien sinnvoll sein. Noch besser ist es aber, zusätzlich dazu einen börsengehandelten Indexfonds, ein Tagesgeldkonto und ein Festgeldkonto zu nutzen oder anderweitig das Geld zu streuen. So können alle Geldanlagen Rendite erwirtschaften, Verluste ausgleichen und auf diese Weise das Kapital optimal vermehren.

Formen der Geldanlagen in der Übersicht

Du hast jetzt einen Überblick über die wichtigsten Punkte bei der Planung Deiner Geldanlage. Doch welche Anlageformen gibt es überhaupt? Generell empfehlen wir Dir, Dein Geld dort anzulegen, wo auch eine Einlagensicherung besteht. Dadurch stellst Du sicher, dass es bei der Insolvenz der Bank oder des Finanzinstitutes nicht an Dein Guthaben geht und Dein Geld abgesichert ist. In der Regel greift die Einlagensicherung bei Beträgen von bis zu 100.000 Euro pro Person.

In Deutschland hat eigentlich so gut wie jede volljährige Person ein Girokonto und viele Menschen lassen ihr Guthaben einfach genau dort liegen. Doch das Girokonto ist eigentlich nur für den täglichen Geldverkehr gedacht. Verzinsungen kannst Du hier schon lange nicht mehr erhalten. Besser ist es, eine oder mehrere der folgenden Anlageformen zu nutzen.

Das Tagesgeld

Es ist das moderne Sparbuch, denn Sparbücher werden heute von vielen Banken in der klassischen Form gar nicht mehr angeboten – das Tagesgeldkonto kannst Du normalerweise kostenfrei einrichten und auch nutzen. Hier steht Dir Dein Geld täglich zur Verfügung. Du kannst so viel und so oft einzahlen, wie Du möchtest. Genauso ist es mit der Auszahlung. Du transferierst Dein Geld einfach auf Dein angegebenes Referenzkonto und schon hast Du es zur Hand.

Gelder beim Tagesgeld sind in der EU durch die Einlagensicherung geschützt. Dein Geld ist also sicher. Genau das ist aber auch einer der Nachteile, denn die hohe Sicherheit geht auf Kosten der Rendite. Es kann sich lohnen, einen Vergleich der einzelnen Tagesgeldkonten verschiedener Anbieter durchzuführen und so zu schauen, wo Dir noch der höchste Zinssatz zur Verfügung gestellt wird.

Das Festgeld

Auch das Festgeldkonto ist eine sichere Geldanlage, dabei aber nicht so flexibel, wie es beim Tagesgeld der Fall ist. Allerdings kannst Du Dir dafür eine gewisse Rendite sichern und wie hoch diese ist, weißt Du bereits bei der Einzahlung Deines Kapitals. Du entscheidest Dich, Dein Guthaben in einer bestimmten Höhe für einen festgelegten Zeitraum anzulegen. In diesem Zeitraum wird Dir ein Zins zugesichert und diesen bekommst Du auch. Das heißt, Du weißt bereits bei Abschluss des Vertrages, wie viel Geld Du am Ende der Laufzeit zur Verfügung haben wirst. Allerdings musst Du mit der Auszahlung Deines Geldes auch wirklich warten, bis der Vertrag abgeschlossen ist. Eine vorherige Entnahme ist in der Regel nicht möglich.

Auch beim Festgeld greift die gesetzliche Einlagensicherung von bis zu 100.000 Euro. Die klassischen Laufzeiten beim Festgeld bewegen sich zwischen 12 und 36 Monaten. Es gibt aber auch kürzere oder längere Laufzeiten.

Aktien

Ein größeres Risiko, aber auch höhere Renditechancen, hast Du beim Kauf und Verkauf von Aktien. Die Grundlage ist ein Depot bei einem Anbieter. Hast Du dieses eröffnet, kannst Du Dir selbst Dein Portfolio zusammenstellen. Du hast die Möglichkeit, Dein gesamtes Kapital in Einzelaktien eines Unternehmens zu investieren. Aber damit gehst Du auch ein sehr hohes Risiko ein. Auch hier ist daher der Begriff der Streuung nicht zu unterschätzen. Je breiter Dein Depot aufgestellt ist, umso besser ist es für Dich. Die Chancen, so Verluste ausgleichen zu können, steigen an.

Aktien sind eine Form der Geldanlage, bei der Interesse gefragt ist. Hier gibst Du nicht einfach Dein Kapital an und hast dann in den folgenden Jahren nichts mehr damit zu tun. Auch wenn Aktien als mittel- und langfristige Form der Geldanlagen gesehen werden, solltest Du die Entwicklungen in Deinem Depot dennoch im Auge behalten und bei Bedarf reagieren.

Aktienfonds und Indexfonds

Neben den Einzelaktien ist auch noch eine Investition in Aktienfonds möglich. Hier hast Du mehrere Einzeltitel gebündelt und damit direkt bei der Investition eine Streuung. Du kannst nach Themen schauen, wie technische Fonds, nachhaltige Fonds oder auch Fonds mit den zehn größten Unternehmen der Welt. Fonds bringen normalerweise eine relativ stabile Rendite, wenn es nicht zu einer starken Veränderung der Wirtschaftsaussichten in der jeweiligen Branche kommt.

Deutlich günstiger als klassische Aktienfonds sind übrigens die Indexfonds. Es handelt sich um passiv gehandelte Fonds, die auch unter der Bezeichnung „ETF“ geführt werden. Sie stellen die Wertentwicklung von Indizes nach. Durch die niedrigen Kosten ist meist die Rendite höher. Ein Klassiker für die erste Geldanlage in ETFs ist beispielsweise der MSCI World Index. In diesem ETF erfolgt die Nachbildung der Entwicklung von über 1.500 Einzeltiteln.

Das Dreieck der Geldanlage – die wichtigsten Grundlagen

Du kennst die verschiedenen Anlageformen nun und kannst Dir ein Bild von den jeweiligen Renditechancen machen. Schnell wird deutlich, dass der Vermögensaufbau nicht nur auf einer Säule stehen sollte. Um Dein Sparziel zu erreichen oder es sogar noch zu erhöhen, kann das Dreieck der Geldanlage für Dich hilfreich sein.

Es ist wichtig zu berücksichtigen, dass es kein Anlageprodukt gibt, welches Dir Sicherheit und eine hohe Rendite bietet. Daher ist eine Kombination aus verschiedenen Geldanlagen eine gern genutzte Variante. Hier kannst Du Dich an dem Dreieck der Geldanlage orientieren. Es gibt drei Eckpunkte:

  • Rentabilität
  • Sicherheit
  • Liquidität

Wünschst Du Dir eine hohe Rendite, gehst Du auch ein hohes Risiko ein. Wenn Du Wert auf eine hohe Sicherheit legst, wirst Du kaum mit einer guten Rendite rechnen können. Viele Menschen möchten auch nur einen Teil ihres Geldes fest anlegen und schauen darauf, dass sie ihr Guthaben schnell liquidieren können. Das funktioniert nicht bei jeder Geldanlage. Wenn Du Dich also beispielsweise für ein Sparbuch oder Festgeld mit einer kurzen Anlagedauer entscheidest, kannst Du relativ schnell Dein Geld erhalten. Hier ist jedoch ebenfalls nicht mit einer hohen Rendite zu rechnen.

Auf die Kombination kommt es an

Bevor Du Dich auf die Suche nach der für Dich passenden Geldanlage machst, solltest Du Dir also die drei Ecken des Dreiecks vornehmen und Dir folgende Fragen stellen:

  • Wie hoch ist meine Risikobereitschaft?
  • Welche Anlagedauer ist für mich in Ordnung?
  • Wie hoch ist mein Sparziel?
  • Wie hoch ist das Kapital?

Die allgemeinen Empfehlungen lauten, einen Puffer in einer Geldanlage anzulegen, die eine hohe Sicherheit bietet, wie das Tagesgeldkonto. Anschließend kannst Du das restliche Kapital verteilen, beispielsweise zwischen Indexfonds und Aktien, Festgeld oder auch Gold.

Beispiele für die Gewichtung nach dem Dreieck der Geldanlage

Damit Du eine bessere Vorstellung davon bekommst, wie eine Anlage nach dem Dreieck aussehen könnte, haben wir Dir Beispiele zusammengestellt.

  1. Sicherheitsorientierte Geldanlage: Dir ist Sicherheit besonders wichtig? Dann ist ein niedriges Anlagerisiko die beste Variante. Das Tagesgeld kann hier eine Gewichtung von 50 % haben, das Festgeld ebenfalls.
  2. Ausgewogene Geldanlage: für ein ausgewogenes Verhältnis bei der Sicherheit und auch bei der Chance auf eine höhere Rendite kannst Du dem Tagesgeld eine Gewichtung von 30 % geben, dem Festgeld ebenfalls 30 % und den Fonds eine Gewichtung von 40 %.
  3. Renditeorientierte Geldanlage: bist Du bereit ein gewisses Risiko einzugehen, kannst Du Dich für eine renditeorientierte Geldanlage entscheiden. Das Tagesgeld hat hier beispielsweise eine Gewichtung von 20 %, damit Du liquide bleibst. Die restlichen 80 % gehen in Aktienfonds oder Einzelaktien.

Die richtige Geldanlage ist ein großes Thema

Du siehst, wenn es um die Geldanlagen geht, gibt es viele Details, die zu berücksichtigen sind. Die einzelnen Anlageformen sind nicht für jeden Nutzer interessant. Eine Geldanlage für Kinder muss andere Ansprüche erfüllen, als die passende Geldanlage für Rentner. Vielleicht legst Du auch großen Wert darauf, Dein Geld nachhaltig anzulegen oder Du suchst die krisensicherste Lösung. Entdecke hier bei uns eine Übersicht über alle wichtigen Themen rund um die Geldanlage, sichere Dir Tipps für Dein Kapital und erfahre mehr über Renditen, nachhaltige Geldanlagen sowie die Basis für die Vermehrung Deines Guthabens.

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